Faszination  Hosta

Die Pflanze

 

 

 

 

 

  Botanik - kurz und einfach    

Früher zählte man Hosta zu den Liliengewächse (Liliaceae), nun gehört diese Gattung zur Familie der Hostacaea. 

Im Wuchs sind es horstartige Büsche mit dicken fleischigen Wurzeln und rosettenartig entspringenden Blätter. Die trichterförmigen, hängenden Blüten bilden bei den meisten Arten eine fast einseitswendige Traube. Die fleischigen Blattstiele stehen meist aufrecht oder neigen sich zur Seite. Die zahlreichen Samen reifen in einer länglichen Kapselfrucht.

Heimat der Hosta

China, Japan und Korea sind die Heimatgebiete dieser Pflanzen, die dort mit 50 verschiedenen Arten vertreten sind. Diese findet man an den unterschiedlichsten Standorten. Auf steinigen Berghängen, in Feuchtwiesen, am Bachufer und sogar an trockenen Waldränder (mit hoher Luftfeuchtigkeit).

Die heutigen Gartenzüchtungen stammen vorwiegend aus Europa und Amerika. Derzeit werden diese auf über 4000 Sorten geschätzt.

Standort - Lichtverhältnisse 

Viele Hosta mögen Schatten. Werden sie an einen sonnigen Platz gepflanzt, sollte der Standort ausreichend feucht sein. Auch spielt die Blattfarbe eine wichtige Rolle. Weiß und gelb panaschierte Pflanzen wollen eher halbschattige Lagen, während Grüne mit mehr Sonne durchaus zurechtkommen. Blaue (bereifte) Sorten und solche mit breiten weißen Blattzonen behalten ihre Blattfarbe im Schatten länger. 

Boden

Hosta bevorzugen frische, mildfeuchte Böden mit gutem Wasserabzug. Die ideale Zusammensetzung wäre humos-lehmig-sandig. Sind sie gut im Boden eingewachsen, vertragen sie sogar den starken Wurzeldruck von anderen Gehölzen. Somit eignen sie sich zur Unterpflanzung von Bäumen und Sträucher. Als üppige Rabattenstauden, vitaler Bodendecker oder einzelner Blickfang am Teichrand - Hosta lassen sich überall im Garten einsetzen!

Pflege

Hosta können fast das ganze Jahr über gepflanzt werden. Ausreichendes Wässern in den nachfolgenden Wochen ist allerdings Voraussetzung, um ein sicheres Anwachsen zu gewährleisten. Entfernen sie vor einer Neupflanzung alle Dauerunkräuter  z.B. Winde, Girsch, Quecke. 

Die Bewässerung im Sommer richtet sich nach der Buschgröße. Kleinere Horste kann man mit der Gießkanne mitten ins Herz wässern. Bei größeren Blattmassen ist einmal ausreichend Gießen besser als mehrmalige kleine Wassergaben. Und diese Arbeit sollte man nur am Morgen oder Abend verrichten. 

Winterschutz

Winterschutzmaßnahmen sind bei diesen Pflanzen kein Thema.

Hosta vertragen kurzfristig auch Temperaturen von -25°. Im Herbst lässt man die Blattreste am Stock liegen, diese werden erst im Frühling entfernt. Ob eine Hosta durch Spätfrost geschädigt wird, hängt vom jeweiligen Kleinklima in Ihrem Garten ab. 

 

Nährstoffversorgung

Eine Düngergabe im April und bei großen Büschen eine zweite, kleinere Düngergabe nach der Blüte wird empfohlen. Kompost wäre dazu bestens geeignet. Man kann auch handelsüblichen Mineraldünger verwenden. Bei tierisch organischen Düngern ist auf gute Ablagerung zu achten. Eine Mulchschicht aus Laub o.ä. ist ein idealer Humuslieferant, besitzt aber wenig Düngewirkung. Wenn Sie Rinde als Mulch verwenden, mischen Sie zusätzlich Hornmehl, Hornspäne oder Knochenmehl darunter. 

 
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